Gründer & Unternehmer · diva-e / Conclusion
„Erfolg, Fehler, Neuanfang: Tilman Aus Weg vom Studenten-Startup zum Serial Entrepreneur"
Tilman Au gründete seine erste Firma als Student, verkaufte sie mit 34 und baute anschließend diva-e auf – eine der führenden deutschen Digital-Agenturen mit bis zu 1.000 Mitarbeitenden. In dieser Folge spricht er mit Bastian Lopez über zwei Exits, die teuren Lektionen nach dem ersten Erfolg, warum Demut und Leidensfähigkeit wichtiger sind als Brillanz – und weshalb Authentizität die Grundlage jeder Führung ist.
„Es ist niemals Zufall – es ist das Fällige, was einem zufällt."
— Tilman Au
Tilman Au hat in jungen Jahren jede Veranstaltung mitgenommen, jeden Kontakt gepflegt. Jahrzehnte später konvertieren diese Kontakte in Exits, Mandate und Partnerschaften. Netzwerken ist kein Zufall, sondern konsequente Investition in die Zukunft.
Nach seinem ersten erfolgreichen Exit dachte Au, er könne alles. Die harte Lektion: Erfolg in einem Bereich schützt nicht vor Hybris. Wer in ein fremdes Feld geht ohne echtes Wissen und die richtigen Menschen, scheitert. Demut ist Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg.
Für Gründer reicht Begeisterung allein nicht. Was zählt ist die Resilienz, nach jedem Rückschlag wieder aufzustehen. Diese Kombination lässt sich kaum antrainieren – sie muss intrinsisch da sein.
Ob 100 oder 1.000 Mitarbeiter: Ein CEO führt immer nur einen engen Kreis von 20–30 Führungskräften direkt. Wer diese richtig auswählt, motiviert und befähigt, skaliert die gesamte Organisation.
Tilman Au zeigt offen Stärken und Schwächen, auch gegenüber Investoren. Wer Schwächen verbirgt oder Dinge erfindet, verliert Vertrauen schneller als er denkt. Ehrlichkeit und Offenheit sind die Grundlage jeder belastbaren Partnerschaft.
Tilman Au ist Unternehmer, Investor und Aufsichtsratsmitglied beim FSV Mainz 05. Er gründete seine erste Firma während des Studiums in den 90ern, baute sie auf über 120 Mitarbeiter und verkaufte sie 2011. Anschließend gründete er diva-e, eine der führenden deutschen Digital-Agenturen, durch den Zusammenschluss mehrerer Firmen – mit bis zu 1.000 Mitarbeitenden und 100 Millionen Euro Umsatz. 2024 veräußerte er diva-e an das niederländische Unternehmen Conclusion und baut nun das deutschsprachige Geschäft der Gruppe auf.