CEO · DeLonghi Deutschland
„Frauen warten zu oft – Susanne Harring über Karriere, Mut und DeLonghi"
Susanne Harring ist CEO von DeLonghi Deutschland – dem größten Markt der Gruppe weltweit. In dieser Folge spricht sie mit Bastian Lopez darüber, wie sie sich selbst für die CEO-Position ins Gespräch gebracht hat, warum Frauen ihre Karriere zu früh bremsen – und wie sie den deutschen Umsatz in 6 Jahren verdoppelt hat.
„Fragen kostet nichts – aber nicht zu fragen ist eine vergebene Chance."
— Susanne Harring
Als ihr Vorgänger bei DeLonghi ging, hob Susanne Harring einfach die Hand. Niemand hätte sie sonst gefragt. Karriere passiert nicht – man muss sie aktiv einfordern, sich in Meetings einladen lassen und Präsenz zeigen.
Viele Frauen reduzieren ihre Ambitionen, bevor Kinder überhaupt da sind. Harrings Rat: Jetzt Gas geben, dann schauen wie es geht. DeLonghi setzt gezielt auf Unterstützung nach der Elternzeit, um Frauen im Unternehmen zu halten.
Man darf weiterhin Frau sein, Emotionen zeigen und trotzdem Stärke demonstrieren. Authentizität schlägt Anpassung – das lernte Harring, als sie in den Niederlanden zum ersten Mal eine weibliche Führungskraft erlebte.
Tolles Produkt, leidenschaftliche Mitarbeiter, aber fehlende Leitplanken – das fand Harring vor. Sie setzte Vertriebsstrukturen, Kanalstrategien und eine Preisstrategie auf. In 6 Jahren: Umsatz verdoppelt, Ergebnis verdreifacht.
Als amtierende CEO hat Harring einen Executive MBA an der HEC Paris begonnen. Ihr Antrieb: Inspiration durch 19 verschiedene Kulturen und der Wille, nie aufzuhören zu lernen. Was sie lernt, teilt sie direkt mit ihrem Team.
Susanne Harring ist CEO von DeLonghi Deutschland, dem größten Markt der DeLonghi Gruppe weltweit. Sie studierte BWL in Münster und verbrachte 16 Jahre bei Philips – unter anderem in den Niederlanden. 2019 wechselte sie als Commercial Director zu DeLonghi, verdoppelte den Umsatz und verdreifachte das Ergebnis in 6 Jahren. Seit über einem Jahr führt sie als CEO die deutsche Zentrale in Neu-Isenburg mit 150 Mitarbeitenden und 50% Frauenquote.